Nach der Auswertung der Due Diligence trifft der Investor eine abschließende Entscheidung über die Beteiligung an dem Start-up. Gegebenenfalls folgen Nachverhandlungen unter Einbeziehung der evaluierten Risiken. Hierbei kann sich die Bewertung des Unternehmens verändern. Werden sich die Parteien einig, so wird die Beteiligung in einem Beteiligungsvertrag dokumentiert.

Beteiligungsvertrag im weiteren Sinne

In der Regel besteht die Beteiligungsdokumentation aus drei Hauptbestandteilen und wird als Beteiligungsvertrag im weiteren Sinne bezeichnet. Der Beteiligungsvertrag im weiteren Sinne bildet eine Gesamtheit von Vereinbarungen und besteht aus folgenden Teilen:

  • Dem Beteiligungsvertrag im engeren Sinne,
  • der Gesellschaftervereinbarung,
  • dem angepassten Gesellschaftsvertrag,
  • der Geschäftsordnung
  • und gegebenenfalls den Anstellungsverträgen der Gründer.

Zu beachten ist immer die aktuelle Rechtsprechung zu den einzelnen Vertragsklauseln des Beteiligungsvertrages, wenn diese für eine Vielzahl von Beteiligungen vorgesehen und ohne beiderseitige Verhandlungen über die einzelnen Klauseln von dem Investor einseitig gestellt worden sind. Denn solche Regelung sind Allgemeine Geschäftsbedingungen, die unwirksam sein können. Dies stellt ein zusätzliches Risiko für die Beteiligten dar.