Ein gutes Arbeitszeugnis ist ein zentraler Bestandteil für eine gelungene Bewerbung und das berufliche Weiterkommen. Dies gilt umso mehr in Zeiten, in denen ein hoher Konkurrenzkampf herrscht und gute Stellen begrenzt vorhanden sind.

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Dabei gilt der Grundsatz, dass das Arbeitszeugnis für eine Bewerbung an Relevanz gewinnt, je länger der Arbeitnehmer in dem alten Betrieb beschäftigt war; da die Ausbildung und die damit verbundene Bewertung dann meist weiter zurückliegt. Auch kann das Arbeitszeugnis von besonderer Bedeutung sein, wenn die neue Stelle mit höherer Personalverantwortung und Führungskompetenzen in Verbindung steht; da auch diese Schlüsselkompetenzen häufig im Arbeitszeugnis ihre Bewertung finden.

Auch für den zukünftigen Arbeitgeber ist das Arbeitszeugnis ein wichtiger Faktor, um seine Auswahlentscheidung für die vakante Stelle zu treffen, denn häufig kann die Ersteinschätzung der Persönlichkeit, der Arbeitsbereitschaft und des Sozialverhaltens nur anhand des Arbeitszeugnisses erfolgen – und gerade nicht an der Zeugnisnote. Das Arbeitszeugnis sollte durch den alten Arbeitgeber wohlwollend formuliert sein, aber auch der Wahrheit entsprechen. Streitigkeiten um einzelne Formulierungen entstehen aber häufig im Rahmen einer Kündigung, beziehungsweise im Rahmen eines Kündigungsschutzprozesses

Im Einzelnen sollten sowohl der Arbeitnehmer als auch der Arbeitgeber auf die folgenden Punkte achten:

Tipp

Beachten Sie, dass das einfache Zeugnis beim zukünftigen Arbeitgeber häufig nicht gut ankommt. Dies ergibt sich daraus, dass der neue Arbeitgeber häufig vermutet, dass Ihr qualifiziertes Zeugnis so schlecht ist, dass Sie es besser nicht vorlegen möchten.

Zwischenzeugnisse entsprechen im Hinblick auf den Inhalt dem der Endzeugnisse – sowohl den einfachen, als auch den qualifizierten Endzeugnissen. Der einzigen Unterschied ist jedoch der, dass das Arbeitsverhältnis weiter fortbesteht.

Tipp

Beachten Sie, dass zwischen Zeugnistypen zu unterscheiden ist, wenn es darum geht, einen Rechtsanspruch durchzusetzen.

Tipp

Achten Sie unbedingt darauf, dass auf Ihrem Zeugnis ein Ausstellungsdatum und eine Unterschrift – des Vertretungsberechtigten – vorhanden ist.

Das Zeugnis muss den Arbeitnehmer auch ausreichend identifizieren. Daher sind Namensnennung und Berufsbezeichnung zwingend erforderlich.

Tipp

Bedenken Sie daher, dass es stark auf die konkrete Formulierung ankommt. Um zu verstehen, ob ein Zeugnis mit „gut“ oder „ausreichend“ bewertet wurde, können die nachfolgenden Formulierungen mit dem ausgestellten Arbeitszeugnis verglichen werden und zu einer ersten Einschätzung dienen.

Hier finden Sie einige wichtige Formulierungen, die Sie in Ihrem Arbeitszeugnis vorfinden können – sie sind keinesfalls abschließend zu verstehen:

Zeugnisformulierungen, die das Fachkönnen bewerten:

Sehr gut
Herr Mustermann (nachfolgend: M) beherrschte seinen Aufgabenbereich stets sehr sicher, hatte oft neue Ideen und fand optimale Lösungen”.

Gut
Herr M arbeitete selbstständig, fand gute Lösungen und hatte neue Ideen.“

Befriedigend
Herr M bewältigte seinen Aufgabenbereich sicher und fand brauchbare Lösungen.”

Ausreichend
Herr M bewältigte seinen Aufgabenbereich.”

Mangelhaft
Herr M bewältigte im Wesentlichen die in seinem Aufgabenbereich anfallenden Aufgaben.”

Ungenügend
Herr M war bestrebt, seinen Aufgabenbereich zu bewältigen.”

Sie sollten darauf achten, dass der Zeitmoment „stets“, gepaart mit der Zufriedenheitsstufe, eine besonders gute Bewertung des Arbeitnehmers dokumentieren soll. Hingegen soll die bloße Bestrebung eine ungenügende Bewertung bescheinigen.

Zeugnisformulierungen zur Führung:

Sehr gut
Das Verhalten von Herrn M zu Vorgesetzten, Arbeitskollegen und Mitarbeitern war stets vorbildlich.“

Gut
Das Verhalten von Herrn M zu Vorgesetzten, Arbeitskollegen und Mitarbeitern war vorbildlich.

Befriedigend
Das Verhalten von Herrn M zu Arbeitskollegen, Vorgesetzten und Mitarbeitern war vorbildlich.“

Ausreichend
Das Verhalten von Herrn M zu Vorgesetzten war vorbildlich.“

Mangelhaft
Das persönliche Verhalten von Herrn M war insgesamt einwandfrei.“

Ungenügend
Das persönliche Verhalten von Herrn M war im Wesentlichen einwandfrei.

Achten Sie darauf, dass die Reihenfolge der genannten Personengruppen von Bedeutung sein kann. Auch ist es in diesem Kontext wichtig, dass alle Personengruppen überhaupt Erwähnung finden.

Zeugnisformulierungen, welche eine abschließende Leistungsbeurteilung vornehmen:

Sehr gut
Herr M hat seine Aufgaben stets zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt.“
Herr M hat unsere Erwartungen stets in jeder Hinsicht und auf allerbester Weise erfüllt.“

Gut
Herr M hat die ihm übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit erledigt.
Herr M hat die ihm übertragenen Aufgaben voll und ganz zufriedenstellend erledigt.“

Befriedigend
Herr M erledigte die ihm gestellten Aufgaben gewissenhaft und selbstständig und auch zu unserer vollen Zufriedenheit.“
Herr M erledigte die ihm gestellten Aufgaben stets zu unserer Zufriedenheit.“

Ausreichend
Herr M hat die ihm übertragenen Aufgaben zu unserer Zufriedenheit erledigt.
Herr M hat die ihm übertragenen Aufgaben im Großen und Ganzen zufriedenstellend erledigt.“

Mangelhaft
Herr M hat die ihm übertragenen Aufgaben in der Regel zufriedenstellend erledigt.“

Ungenügend
Herr M bemühte sich, den Anforderungen gerecht zu werden.“
Herr M hat sich bemüht, die übertragenen Aufgaben zu unserer Zufriedenheit zu erledigen.“

Tipp

Beachten Sie, dass diese Zeichen oft wie „Ausrutscher“ mit dem Stift aussehen, also häufig einen ungewollten Eindruck vermitteln wollen.

Tipp

Achten Sie auch darauf, ob Ihr Arbeitgeber den Kündigungsgrund nach Ihrem Willen weggelassen oder angegeben hat.

Ein Beispiel für eine Schlussformulierung könnte lauten:

Formulierungsvorschlag

„Herr M scheidet zu unserem Bedauern auf eigenen Wunsch aus unserem Unternehmen aus. Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute und bedanken uns für die sehr gute Zusammenarbeit.“