Mittlerweile zählt die Mitarbeiterbeteiligung zu der modernen Unternehmenskultur dazu. Insbesondere Kleinunternehmen und Start-ups, die nur über begrenzte finanzielle Mittel in der Gründungsphase verfügen, können durch die Mitarbeiterbeteiligung wichtige Mitarbeiter und Führungskräfte (key persons) langfristig an das Unternehmen binden.

Bei der Rekrutierung der strategisch wichtigen Mitarbeiter treten die Start-ups in Wettbewerb mit den etablierten Unternehmen, die in der Regel ein höheres Gehalt und mehr Sicherheit bieten können. Dabei kann die Mitarbeiterbeteiligung ein gewichtiges Argument für das junge Unternehmen sein.

Diverse Studien belegen, dass die Mitarbeiterbeteiligung die Motivation und die Leistungsfähigkeit von Führungskräften stark verbessern kann. Die Mitarbeiter fühlen sich nicht nur als Arbeitnehmer im engeren Sinne, sondern sehen sich als Teil des Unternehmens. Entgegen der immer noch verbreiteten Ansicht hat die Mitarbeiterbeteiligung bei der richtigen Ausgestaltung keine Nachteile für das Unternehmen. In der Regel sieht die Mitarbeiterbeteiligung keine Mitbestimmungsrechte vor und erschwert die Leitung des Unternehmens nicht. Steuerrechtliche Aspekte spielen in diesem Zusammenhang ebenfalls eine wichtige Rolle.

Immer größere Beliebtheit – insbesondere unter Start-ups – erfahren die virtuellen Geschäftsanteile. Diese werden durch eine schuldrechtliche Vereinbarung abgeschlossen und als Virtual Share Program (VSP) bezeichnet.

Die wichtigsten Mitarbeiterbeteiligungsmodelle sind:

  • Genussrechte über Genussscheine
  • Stille Beteiligung
  • Unterbeteiligung
  • Mitarbeiterguthaben
  • Mitarbeiterdarlehen
  • Mitarbeiterbeteiligungsgesellschaften
  • Mitarbeiteraktienoptionen
  • Virtuelle Anteile

Steuerlich gesehen ist die Unterbeteiligung – seit Einführung der Kapitalertragsteuer – interessant geworden, weil zuvor die Belastung mit dem individuellen Einkommensteuersatz erfolgte.