Im Wesentlichen lässt sich der Ablauf der ersten Finanzierungsrunde auf folgende vier Abschnitte aufteilen: Die Vertraulichkeitsvereinbarung, Letter of Intent, Due DiligenceUnter dem Begriff Due Diligence (vollständig eigentlich Due-Diligence-Prüfung) versteht man eine mit der notwendigen Sorgfalt durchgeführte Analyse, Bewertung und Risikoprüfung eines potenziellen Kaufgegenstandes. In der Praxis findet die Due Diligence vor allem Anwendung vor dem Kauf eines Unternehmens. Weitere Anwendungsfelder sind Immobilien sowie ein geplanter Börsengang. Durch eine Due Diligence will sich der Käufer einen umfassenden Überblick über die Qualität des Kaufgegenstandes verschaffen. Da insoweit eine Vielzahl von Aspekten beleuchtet werden, wird häufig auf die Hilfe von Juristen, Wirtschaftsprüfern, Steuerberatern und weiteren Fachleuten zurückgegriffen. Bei einer Due Diligence wird ein Datenraum eingerichtet, in dem das verkaufende Unternehmen alle aus ihrer Sicht relevanten Informationen bereitstellt. Darauf basierend wird für den Käufer ein Datenraumbericht erstellt. und Abschluss des Beteiligungsvertrags. Die einzelnen Abschnitte verlaufen nicht zwangsweise nacheinander, sondern können parallel verlaufen.

Trotz der unverbindlichen Natur des Letters of Intent stellt dieser oft aus psychologischer Sicht und somit faktisch eine feste Grundlage für die spätere Gestaltung des Beteiligungsvertrags dar. Mit der Folge, dass die einzelnen festgelegten Bestandteile des Letters of Intent, aus der Sicht des Investors, nicht mehr nachverhandelbar sind. An dieser frühen Stelle ist es bereits empfehlenswert, den Rat eines Rechtsanwalts einzuholen. Der Anwalt muss dann aber nicht zwingend nach außen hin auftreten.