Bei der personenbedingten Kündigung liegen die Gründe der Kündigung in der Person des Arbeitnehmers selbst, sie stammen also aus seiner Sphäre. Gemeint sind hiermit Gründe, die auf den persönlichen Eigenschaften und Fähigkeiten des Arbeitnehmers beruhen – beispielsweise eine langjährige Krankheit des Arbeitnehmers. Derartige Gründe machen die Weiterbeschäftigung aus Sicht des Arbeitnehmers nicht mehr tragbar. Im Vordergrund der Kündigung steht für den Arbeitgeber dabei, dass der Arbeitnehmer seiner arbeitsvertraglich geschuldeten Leistung über einen längeren Zeitraum hinweg nicht nachkommt.

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Die personenbedingte Kündigung setzt kein Verschulden seitens des Arbeitnehmers voraus und knüpft überwiegend an objektive Kriterien an. Die personenbedingte Kündigung steht eng in Zusammenhang mit der verhaltensbedingten Kündigung – die häufig spezieller ist. Der am häufigsten auftretende Fall der personenbedingten Kündigung ist der der krankheitsbedingten Kündigung. Neben den allgemeinen Voraussetzungen der Kündigung und der sozialen Schutzbedürftigkeit des Arbeitnehmers durch den allgemeinen Kündigungsschutz müssen bei der personenbedingten Kündigung die folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:

Tipp

Sollten die Voraussetzungen einer personenbedingten Kündigung nicht erfüllt sein, kommt eine Kündigungsschutzklage in Betracht. (Hier können Sie unseren Beitrag zur Kündigungsschutzklage lesen.)

Tipp

Beachten Sie, dass es sich bei dieser Voraussetzung um eine Prognose für die Zukunft handelt, die häufig sehr fehleranfällig sein kann. Dies betrifft insbesondere die Fälle, in denen die Kündigung aufgrund von Kurzzeiterkrankungen erfolgt.

Tipp

Die Kündigung des Arbeitgebers ist stets die letzte Möglichkeit, um seine Interessen durchzusetzen (Ultima Ratio). Selbst für den Fall, dass dem Arbeitgeber keine milderen Mittel zur Verfügung stehen, muss er trotzdem eine Abwägung der Interessen vornehmen, welche die Kündigung rechtfertigen. Bitte beachten Sie diese hohe und fehleranfällige Hürde.