Die Probezeit bezeichnet den Zeitraum eines Arbeitsverhältnisses, in dem der Arbeitgeber den Arbeitnehmer – insbesondere seine Person, seine Fähigkeiten und Leistungen – erprobt. Sie ermöglicht es, das Arbeitsverhältnis mit einer abgekürzten KündigungsfristAnhand einer Kündigungsfrist ergibt sich, unter Berücksichtigung welcher zeitlicher Grenzen und Beschränkungen ein Arbeitsverhältnis von den beteiligten Parteien gekündigt werden kann. Dabei gelten im Hinblick auf den Arbeitnehmerschutz unterschiedliche Kündigungsfristen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Die gesetzliche Grundregel findet sich in § 622 BGB. Sonderregeln gelten zum Beispiel für Schwerbehinderte oder im Falle einer Insolvenz. Auch durch den individuellen Arbeitsvertrag oder einen Tarifvertrag können grundsätzlich abweichende Kündigungsfristen vereinbart werden. Nach § 622 Abs. 2 S. 2 BGB werden bei der Berechnung der Kündigungsfrist für Arbeitnehmer beziehungsweise der Beschäftigungsdauer eines Arbeitnehmers die Zeiten nicht berücksichtigt, die vor der Vollendung seines 25. Lebensjahres liegen. Diese Regelung wurde mittlerweile durch den Europäischen Gerichtshof aufgehoben und findet deshalb keine Anwendung. von meist zwei Wochen aufzulösen. Da sie gesetzlich nicht vorgeschrieben ist, müssen Arbeitgeber und Arbeitnehmer hierüber eine arbeitsvertragliche Vereinbarung treffen. Die grundsätzliche Dauer darf sich auf maximal sechs Monate belaufen.

Auf folgende Punkte sollten Arbeitgeber und Arbeitnehmer bei der Vereinbarung achten:

Tipp

Beachten Sie, dass andere rechtliche Gestaltungen, wie „Schnupper-Arbeitsverhältnisse“ ohne Vergütungspflicht oder „Anlernverträge“ über längere Zeiträume unwirksam sind.

Tipp

Obwohl das Kündigungsschutzgesetz häufig während der Probezeit keine Anwendung findet, ist trotzdem wirksamer Rechtsschutz für den Arbeitnehmer möglich. Achten Sie daher unbedingt darauf, sich den Zugang der Kündigung zu notieren und treten Sie gegebenenfalls mit dem Betriebsrat in Verbindung.