Die Arbeitszeit bestimmt den Zeitraum, in dem der Arbeitnehmer seine Arbeitsleistung zu erbringen hat. Sie ist die Zeit von Anfang bis zum Ende des Arbeitstages, wobei die Ruhepausen ausgenommen sind. Die Arbeitszeit ist häufig ausdrücklich im Arbeitsvertrag geregelt und hängt stark von den jeweiligen Bedürfnissen des Arbeitgebers ab.

Ein Arbeitszeitmodell ist beispielsweise die Schichtarbeit, bei welcher der Arbeitgeber ein hohes Interesse daran hat, den Betrieb durchgängig besetzt zu halten, um möglichst effizient zu produzieren. Ein anderes Arbeitszeitmodell stellt die Vertrauensarbeitszeit dar, bei welcher das Interesse des Arbeitgebers darauf gerichtet ist, dass das konkrete Projekt oder die anfallende Arbeit generell zu erfüllen ist – gegebenenfalls unter Angabe eines maximalen Zeitraumes.

Abstrakt gesehen umfasst der Begriff der Arbeitszeit drei voneinander zu trennende Bereiche. Dies ist zum Ersten die höchstzulässige Dauer der Arbeitsleistung – Arbeitsschutzrecht –, zum Zweiten die der geschuldeten Dauer und Lage – Arbeitsvertragsrecht – und zum Dritten das mitbestimmungsrechtliche Arbeitszeitrecht, durch welches die Beteiligung des Betriebsrats erfolgt.

Tipp

Die regelmäßige Wochenarbeitszeit beträgt pro Tag acht Stunden. Verlängert der Arbeitgeber diese, muss er einen Freizeitausgleich schaffen.

Haben Sie das Gefühl, dass Sie mehr arbeiten, als Ihr Arbeitsvertrag es vorsieht? Lassen Sie dies überprüfen und kontaktieren Sie uns!

Tipp

Achten Sie darauf, ob Ihnen der Tarifvertrag oder die Betriebsvereinbarung eine geringere Wochenstundenzahl zubilligt.

Die Grenze der Vereinbarungsmöglichkeit stellt aber immer das Arbeitsschutzrecht dar – insbesondere das Arbeitszeitgesetz. Über die Lage der Arbeitszeit (beispielsweise wann der Schichtdienst im Krankenhaus oder Pflegedienst beginnt) kann der Arbeitgeber regelmäßig im Rahmen seines Direktionsrechtes disponieren. Das findet seine Grenze aber in den vertraglichen- oder kollektivrechtlichen Vereinbarungen. Diese sind vorrangig zu beachten. Häufig vereinbaren Arbeitgeber und Arbeitnehmer auch flexible Arbeitszeiten, deren Dokumentierung dann durch ein Arbeitszeitkonto erfolgt. Andere Modelle sind in Form von Gleitzeiten oder Vertrauensarbeitszeiten ebenfalls denkbar.