Was ist ein Leasingvertrag? Leasing ist seit den 70er-Jahren populär und findet heute bei vielen Geschäften Anwendung. Der Leasingvertrag ist nicht gesetzlich geregelt, darum kann er unterschiedliche Vertragsmodelle bezeichnen und verschiedene Inhalte haben.

Prinzipiell handelt es sich um eine Art Mietvertrag bzw. Gebrauchsüberlassungsvertrag, bei dem der Leasingnehmer das Risiko für Sachschäden und Instandhaltung trägt. Es gibt allerdings auch Ratenkauf-Geschäfte, Darlehensverträge und andere rechtliche Konstruktionen, die als Leasing bezeichnet werden. Bekannt ist vor allem das Finanzierungsleasing, Immobilienleasing, Operatingleasing oder das Sale-and-lease-back.

Achtung! Das Wort „Leasing“ deutet nur darauf hin, in welche Richtung der Vertrag geht. Lesen Sie stets alle Klauseln aufmerksam durch, da Leasingverträge inhaltlich stark voneinander abweichen können. Einen „Muster-Leasingvertrag“ gibt es in dem Sinne also nicht.

Praxishinweis

Ein Leasingvertrag mit Kaufoption kann für Sie als Privatperson sinnvoll sein, wenn Sie sich noch nicht sicher sind, ob Sie das Leasingobjekt kaufen wollen. Falls Sie es am Ende doch erwerben wollen, ist die Leasingrate im Gegensatz zu einer Miete nicht „verloren“, sondern bereits investiert.

Praxishinweis

Achten Sie besonders auf die Vertragsklausel zur Gewährleistung und warten Sie nicht zu lange ab, wenn der Leasinggegenstand einen Mangel zeigt.

Achtung! Weigert sich der Verkäufer, den Mangel zu beseitigen, müssen Sie die Leasingrate an den Leasinggeber dennoch weiterzahlen. Falls es zu einem Rechtsstreit kommt und Sie gegen den Verkäufer Klage erheben, können Sie die Ratenzahlung in der Regel vorerst einstellen.

Praxishinweis

Durch den Widerruf entfällt beim „Eintrittsmodell“ meist die Geschäftsgrundlage für den Kaufvertrag. Dadurch hat der Leasingnehmer ein Recht zum Rücktritt vom Vertrag. Der Rücktritt vom Kaufvertrag tritt aber nicht auch durch den Widerruf vom Leasingvertrag ein – er muss grundsätzlich gesondert erklärt werden!