Wer nicht im Eigenheim wohnt, sollte sie kennen: die Rechte als Mieter. Vor allem in Regionen mit Wohnungsmangel sind die Vermieter oft am längeren Hebel. Als Mieter muss man sich dennoch nicht alles gefallen lassen. Wir informieren Sie über die wichtigsten Rechte des Mieters bei Mängeln.

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Im Internet finden sich Mietminderungstabellen, anhand derer man abschätzen kann, um wie viel Prozent man die Miete mindern kann.

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Der Vermieter trägt die Beweislast. D. h. es wird grundsätzlich vermutet, dass der Vermieter für einen Mietmangel verantwortlich ist. Er muss beweisen, dass die Ursache des Schimmels nicht in seinem Verantwortungsbereich liegt.

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Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs ist Lärm, der durch Kinder im Haus verursacht wird, kein Grund zur Mietminderung. Geräusche durch Bewegung und Spielen der Kinder gehört zum „vertragsgemäßen“ Gebrauch der Mietswohnung.

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In manchen Fällen ist der Wasserschaden so groß, dass ein Trocknungsgerät aufgestellt werden muss. Ist das Gerät sehr laut, kommt ein weiterer Mietmangel hinzu: Lärm! Bei sehr starker Lautstärke kann die Miete im Einzelfall um 100 % gemindert werden.

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Niemand streitet gerne mit seinem Vermieter. Aber nicht jeder Vermieter ist ein Experte in Sachen Mietrecht. In Ihrer Mietswohnung stehen Renovierungsmaßnahmen an? Ein gut gemeinter Hinweis auf § 555f BGB kann Streit über spätere Mietminderungen vermeiden.

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Hat der Vermieter eine vergleichbare Wohnung im selben Mietshaus frei? Dann muss er sie dem Mieter als Alternative anbieten.

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Übersteigt die Rechnung für eine Kleinreparatur den vereinbarten Betrag, trägt der Vermieter die Kosten allein. Der Mieter muss den vereinbarten Betrag nicht als „Teilbetrag“ dazuzahlen.

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Regelungen im Mietvertrag, die den Mieter innerhalb einer festen Frist zu einer Schönheitsreparatur verpflichten, sind oft unwirksam. Die Frist darf nicht „starr“ sein, also z. B. „spätestens nach 2 Jahren Mietdauer“.