Sie haben ein Auto geleast und das Ende der Laufzeit des Leasingvertrages steht vor der Tür. Sie sollten sich nicht darauf verlassen, dass Sie das Fahrzeug zurückgeben und damit alles erledigt ist.

Mitunter kommt es vor, dass der Autohändler bzw. Leasinggeber nach Rückgabe des Wagens Schäden am Auto findet und Forderungen gegen den Leasingnehmer stellt. Da Sie das Fahrzeug und die behaupteten Schäden dann nicht mehr selbst überprüfen können, stehen Sie vor einem Problem.

Praxishinweis

Lassen Sie sich bei Rückgabe des Fahrzeugs nicht bequatschen. Sollen Sie Formulare unterschreiben? Nehmen Sie diese mit nach Hause und lesen Sie alles in Ruhe durch, bevor Sie unterschreiben.

Praxishinweis

Autohändler und Leasingbanken behandeln normale Verschleißerscheinungen, Gebrauchsspuren und übliche Abnutzungen gerne als Schäden, die Sie dem Leasingnehmer in Rechnung stellen.

Praxishinweis

Leasingverträge sind prinzipiell nicht kündbar, da dies auch dem Zweck einer Laufzeitvereinbarung widersprechen würde. Darum wird dem Leasingnehmer weder in Leasingverträgen noch per Gesetz ein Recht auf Kündigung zugesprochen. Ausnahmen gibt es meist nur bei Fahrzeugdiebstahl oder einem Totalschaden.

Praxishinweis

Eine Idee ist es, den Leasingvertrag „weiterzugeben“. Aber selbst wenn Sie jemanden finden, der an Ihrer Stelle in den Leasingvertrag eintreten würde und das Leasing-Auto übernimmt, brauchen Sie noch die Zustimmung der Bank. Diese kann den Deal natürlich auch verweigern. Mit dieser Option können Sie also nicht sicher planen.

Achtung! Die Schadensersatzforderung übersteigt regelmäßig den Betrag, den Ihnen die gegnerische Haftpflichtversicherung nach dem Unfall auszahlt. Diese zahlt nur den Restwert des Wagens. Dem Leasinggeber schulden Sie jedoch zusätzlich die ausstehenden Leasingraten.

Praxishinweis

Unwirksam ist eine Klausel im Leasingvertrag, nach der eine Nutzungsentschädigungsrate fällig wird, sobald Sie das Leasing-Auto auch ohne vorherige Aufforderung nicht rechtzeitig zurückgeben.