Jeder Verkehrsteilnehmer ist dem Risiko ausgesetzt, mit seinem Kfz in einen Unfall verwickelt zu werden. Man trägt selbst die Schuld, wenn man z. B. zu unaufmerksam war, die Vorfahrt missachtet hat oder zu schnell gefahren ist. Aber auch wer vorsichtig fährt und sich stets korrekt verhält, kann Opfer eines Verkehrsunfalls werden.

Praxishinweis

Der Halter eines Kfz haftet schon allein deswegen, weil er eine „abstrakte Gefahrenquelle“ benutzt. Ausnahme: Der Unfall wird durch höhere Gewalt wie Unwetter oder durch ein unvorhersehbares Ereignis verursacht oder der Verletzte hat den Unfall mitverschuldet.

Praxishinweis

Ein anderer Verkehrsteilnehmer nimmt Ihnen die Vorfahrt und es kommt zu einem Unfall. Sie hätten zwar bremsen können, waren aber selbst schnell dran. In diesem Fall haben Sie eine Mitschuld an dem Unfall.

Praxishinweis

Reichen Sie nicht die Werkstattrechnung als Nachweis ein. Denn die Versicherung könnte Ihnen einen Strick daraus drehen und sich beim Ersatz der Werkstattkosten auf die tatsächlichen Kosten der Reparatur berufen. Für die Regulierung des Fahrzeugschadens ist ein Sachverständigengutachten in der Regel für Sie vorteilhafter.

Praxishinweis

Der Fahrer eines Pkw verursachte einen Unfall, bei dem die Beifahrerin arbeitsunfähig verletzt wurde. Ihr Arbeitgeber verklagte den Fahrer wegen Verdienstausfall. Der Bundesgerichtshof verurteilte den Fahrer zur Erstattung des Gehalts sowie des Urlaubsentgelts der geschädigten Arbeitnehmerin.

Praxishinweis

Informieren Sie die Polizei am Unfallort darüber, dass Sie verletzt wurden. Danach gehen Sie umgehend zum Arzt und lassen alle Beeinträchtigungen dokumentieren. Denn die Höhe des Schmerzensgelds hängt vom Grad der Verletzung und der Dauer ab. Das müssen Sie natürlich entsprechend nachweisen.