Ein unerlaubtes Entfernen vom Unfallort steht häufig in Zusammenhang mit anderen Straßenverkehrsdelikten. In der Praxis hat das Delikt eine hohe Bedeutung, da die Zahl der Ermittlungsverfahren jährlich bei circa 250.000 liegt. Geregelt ist das Delikt in § 142 Strafgesetzbuch und soll das private Interesse der Unfallbeteiligten absichern, den Unfallhergang aufzuklären und Beweise für ein mögliches zivilrechtliches Verfahren zu sichern.

Von einer Geld- oder Freiheitsstrafe abgesehen, kommen auch die Entziehung der Fahrerlaubnis (mit einer Sperre für die Neuerteilung), die isolierte Sperre oder ein Fahrverbot als Nebenfolgen in Betracht. Die Strafnorm lässt sich grob darin unterteilen, als dass der Täter sich in der ersten Variante als Unfallbeteiligter unerlaubt entfernt; wohingegen er in der zweiten Begehungsvariante eine nachträgliche Mitteilung über den Unfall unterlässt. Im Einzelnen muss der Täter die folgenden Tatbestandsmerkmale verwirklicht haben:

Hinweis

Darunter können nach der Rechtsprechung auch Beifahrer zu verstehen sein.

Hinweis

Eine feste Zeitspanne – ähnlich wie bei der Wartezeit –, um einer unverzüglichen Mitteilung nachzukommen, gibt es auch hier nicht. Vielmehr meint unverzüglich: „Ohne jedes vorwerfbare Zögern.“