Der Diebstahl unterfällt in die Deliktgruppe der Eigentums- und Vermögensdelikte. Er ist in § 242 Strafgesetzbuch geregelt und soll das Eigentum jedes Einzelnen schützen. Der Diebstahl steht häufig in Abgrenzung und Zusammenhang mit anderen Delikten wie dem Betrug oder der Unterschlagung. In der Praxis ist der Diebstahl von sehr großer Bedeutung. Das Bundeskriminalamt hat für das Berichtsjahr 2016 2.373.774 Fälle von Diebstahl im gesamten Bundesgebiet registriert. Dies macht einen Anteil an der Gesamtkriminalität von knapp 40 Prozent.

Allein auf Berlin fallen dabei im Jahr 2016 270.880 Fälle; im Vergleich dazu auf Brandenburg 75.556, auf Sachsen-Anhalt 79.599 und auf Hamburg 117.234 Fälle. Zugleich ist der Diebstahl aber auch das Delikt, bei dem die Aufklärungsrate mit knapp 30 Prozent sehr gering ist. Für die Begehung eines einfachen Diebstahls kommt eine Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren, bei einer qualifizierten Begehung (beispielsweise bei einem Bandendiebstahl) sogar eine Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren in Betracht.

Um einen Diebstahl zu verwirklichen, muss der Täter insbesondere die folgenden Punkte verwirklicht haben: