Die Prozesskostenhilfe ist im Zivilprozess ein Instrument zur Absicherung des verfassungsrechtlich verankerten Anspruches auf rechtliches Gehör. Damit soll auch einkommensschwachen Personen die Möglichkeit gegeben werden ein gerichtliches Verfahren anzustrengen. Die Voraussetzungen für die Beantragung der Prozesskostenhilfe ergeben sich aus den §§ 114 ff. der Zivilprozessordnung (ZPO). Danach muss der Antragsteller bedürftig sein, die beabsichtigte Rechtsverfolgung oder Verteidigung eine hinreichende Aussicht auf Erfolg bieten und nicht mutwillig angestrengt werden.

Die Prozesskostenhilfe umfasst lediglich die Gerichtskosten und die eigenen Anwaltskosten – sie ist also durchaus mit Risiken verbunden. Denn im Falle eines Unterliegens müssen nach § 123 ZPO die dem Gegner entstandenen Kosten ersetzt werden.