Das Akteneinsichtsrecht ist ein durch die deutsche Verfassung abgesicherter Ausdruck des Anspruchs auf rechtliches Gehör. Danach wird das Recht bezeichnet, die bei einer öffentlichen Stelle geführten Akten über einen bestimmten Sachverhalt einzusehen und Abschriften und Ablichtungen zu fertigen. Dieses Recht steht im Strafverfahren dem Verteidiger sowie dem nicht verteidigten Beschuldigten grundsätzlich zu jedem Zeitpunkt eines Verfahrens zu. Die grundlegenden Bestimmungen fasst § 147 StPO zusammen.

Die Akteneinsicht kann im Ermittlungsverfahren verweigert werden, wenn dies den Untersuchungszweck gefährden würde. Erst wenn die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen abgeschlossen hat, ist eine Versagung nicht mehr möglich. Deshalb spricht man ab diesem Zeitpunkt auch von einem uneingeschränkten Akteneinsichtsrecht.