Paketlieferung am Arbeitsplatz

Von 20. März 2018Arbeitsrecht

Dank zahlreicher Online-Versandhändler müssen die eigenen vier Wände schon lange nicht mehr verlassen werden, um sich mit Waren aller Art beliefern zu lassen. Ein Knopfdruck im Internet – und schnell und unkompliziert kommt das entsprechende Paket an die eigene Haustür. Besonders zu Feiertagen machen enorm viele Konsumenten mittlerweile von dieser Möglichkeit Gebrauch, um sich das Abhetzen durch überfüllte Innenstädte zu ersparen. Einziger Schwachpunkt: Wenn der Postbote klingelt, muss man auch zuhause sein. Ansonsten dauert es doch länger, bis man die bestellte Ware in den Händen hält.

Achtung! Eine weitere Problematik ergibt sich dann, wenn der Arbeitnehmer die Bestellung der Ware in der Arbeitszeit vornimmt. Abhängig von den konkreten Regelungen zur privaten Internetnutzung in dem jeweiligen Betrieb kann dies eine Pflichtverletzung darstellen und eine Abmahnung sowie im Extremfall sogar eine Kündigung rechtfertigen.

Achtung! Selbst wenn der Arbeitgeber tatsächlich Kenntnis von der Anlieferung beziehungsweise Entgegennahme privater Pakete hat, erscheint die Annahme einer betrieblichen Übung zweifelhaft. Denn zum einen fehlt es insoweit an der notwendigen Bestimmtheit. Zum anderen dürfte diese Praxis lediglich eine Annehmlichkeit für den Arbeitnehmer darstellen, die keinen Anspruch aus betrieblicher Übung begründen kann.

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Jan Ottmann

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