Das Weisungsrecht, oft auch Direktionsrecht genannt, gibt einem Arbeitgeber die Möglichkeit, seine Arbeitnehmer entsprechend den aktuellen betrieblichen Erfordernissen zu beschäftigen. Die sich allgemein aus der entsprechenden vertraglichen Bindung ergebende Arbeitspflicht des Arbeitnehmers wird also konkretisiert. Nach § 106 Abs. 1 der Gewerbeordnung (GewO) kann der Arbeitgeber nach billigem Ermessen einseitig über Arbeitsinhalt, -ort und -zeit bestimmen. Billiges Ermessen bedeutet dabei, dass der Arbeitgeber grundsätzlich auch die berechtigten Interessen des Arbeitgebers berücksichtigen muss.

Das Weisungsrecht kann jedoch nicht in Bereichen ausgeübt werden, in denen bereits durch einen Arbeitsvertrag, einen Tarifvertrag, eine Betriebsvereinbarung oder die gesetzlichen Bestimmungen eine verbindliche Regelung getroffen wurde. Wurde der Inhalt, der Ort oder die Zeit der Arbeitsleistung entsprechend bestimmt, findet das Weisungsrecht des Arbeitgebers insoweit seine Grenzen.

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