Die Scheinselbstständigkeit bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch den Umstand, dass die vertragliche Beziehung zwischen einem Auftraggeber und einem vermeintlich Selbstständigen im Nachhinein als abhängiges Beschäftigungsverhältnis beurteilt wird. In der Praxis ist die Frage, ob eine Scheinselbstständigkeit vorliegt, oft schwer zu beurteilen, da es an exakten Kriterien fehlt. Wichtig sind aber vor allem die Weisungsabhängigkeit, die Eingliederung in eine Betriebsorganisation und die Anzahl der Auftraggeber eines Selbstständigen.

Die Prüfung, ob eine Scheinselbstständigkeit vorliegt, kann von verschiedenen Institutionen durchgeführt werden. Infrage kommt etwa ein Arbeitsgericht, das Finanzamt oder der Bund der Deutschen Rentenversicherung. Denn die Feststellung einer Scheinselbstständigkeit hat Auswirkungen auf das Steuerrecht, das Arbeitsrecht und das Sozialversicherungsrecht. Vor allem die rückwirkende Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen kann verheerende Folgen haben.

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