Das Rückgaberecht war ein eng mit dem Widerrufsrecht verwobenes Recht des Verbrauchers. So konnte der Unternehmer als Verkäufer dem Kunden in einigen gesetzlich geregelten Fällen anstelle eines Widerrufsrechts ein Rückgaberecht einräumen. Der Verbraucher musste über dieses Rückgaberecht in besonderer Form belehrt werden. Ausüben konnte der Verbraucher das Rückgaberecht, indem er die Ware nach Erhalt innerhalb der zweiwöchigen Widerrufsfrist einfach zurücksendete. Die Frist konnte sich durch eine verspätete oder ungenügende beziehungsweise fehlende Belehrung verlängern – im Extremfall galt das Rückgaberecht zeitlich unbefristet. Bei einem Kaufpreis von unter 40 Euro musste der Verbraucher die Rücksendekosten tragen.

Durch das Gesetz zur Umsetzung der Verbraucherschutzlinie wurde das Rückgaberecht mit Wirkung zum 13. Juni 2014 abgeschafft. Die Neuregelungen sollen vor allem dem Verbraucherschutz und einer einfacheren Gesetzeslage dienen. Der Widerruf muss nun stets gegenüber dem Unternehmer erklärt werden.