Die Kosten, die den Parteien für das Anstrengen eines Rechtsstreits entstehen, werden als Prozesskosten bezeichnet. Diese unterteilen sich in Gerichtskosten und außergerichtliche Kosten. Als außergerichtliche Kosten sind vor allem die Anwaltskosten, Reisekosten und Kosten für Sachverständigengutachten von Bedeutung. Wer die Prozesskosten zu tragen hat, bestimmt sich nach den § 91 ff. der Zivilprozessordnung. Danach muss grundsätzlich die unterlegene Partei für die Prozesskosten aufkommen. Bei einem teilweisen Obsiegen beziehungsweise Unterliegen werden die Kosten entweder verhältnismäßig geteilt oder gegeneinander aufgehoben (jeder trägt seine eigenen außergerichtlichen Kosten).

Am Ende des Verfahrens spricht das Gericht in einer Kostengrundentscheidung aus, welche Partei welchen Anteil der Prozesskosten zu tragen hat. Grundsätzlich sind davon sowohl die Gerichtskosten als auch die außergerichtlichen Kosten umfasst.