Wird ein Artikel über eine Online-Auktion-Plattform erworben, spricht man von einer Online-Ersteigerung. Der Begriff Auktion ist dabei missverständlich, denn in rechtlicher Hinsicht handelt es sich nicht um eine Versteigerung. Dementsprechend finden die allgemeinen und kaufrechtlichen Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) im Hinblick auf das Zustandekommen des Vertrages Anwendung.

Dem potenziellen Ersteigerer bieten sich eine Vielzahl von verschiedenen Möglichkeiten, um online auf einer entsprechenden Plattform einen Vertrag zu schließen. So kann das Angebot des Verkäufers durch das höchste Gebot im Zeitpunkt des Ablaufes der Auktion angenommen werden. Möglich ist jedoch auch der Vertragsschluss durch Unterbreiten eines Preisvorschlages oder die Wahrnehmung der „Sofort-Kaufen-Option“. Während zu der Anfangszeit der Plattform vor allem gebrauchte Ware durch Privatpersonen angeboten wurde, bilden heutzutage gewerbliche Händler und Neuware den Schwerpunkt.