Wird eine (etwa über das Internet) bestellte Ware nicht geliefert, spricht man von Nichtlieferung. Der Verkäufer kommt also seinen sich aus § 433 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) ergebenden Pflichten in Hinblick auf den Kaufvertrag nicht nach. Teilweise spricht man auch bereits von einer Nichtlieferung, wenn die angegebene Lieferzeit überschritten wird. Abhängig ist dies von den konkreten Umständen des Einzelfalls – wird etwa ein Hochzeitskleid nicht zum angegebenen Zeitpunkt geliefert, wird in der Regel von einer Nichtlieferung auszugehen sein.

Grundsätzlich stehen dem Käufer bei Nichterfüllung des Vertrages durch den Verkäufer verschiedene Rechte zu – wichtig sind vor allem Rücktritt und Schadensersatz. Hierfür muss dem Verkäufer jedoch grundsätzlich eine angemessene Frist zur Erfüllung gesetzt werden. Verweigert der Verkäufer die Leistung endgültig, ist die Fristsetzung entbehrlich.