Enthält bei einer Personengesellschaft (GbR, OHG und KG) der entsprechende Gesellschaftervertrag eine Nachfolgeklausel, so wird der Anteil des verstorbenen Gesellschafters nach dem Grundsatz der Universalsukzession Teil des Erbes. Konkret folgt also der Erbe nach dem Tod des Gesellschafters in die Gesellschafterstellung nach. Nachfolgeklauseln sind notwendig, um die gesetzlichen Regelungen des BGB und des HGB zu umgehen. Wird nichts anderes bestimmt, löst sich eine GbR nach § 727 BGB bei dem Tod eines Gesellschafters auf. Dagegen scheidet bei einer OHG und KG ein Gesellschafter durch den Tod aus und die Gesellschaft wird ohne ihn fortgesetzt.

Man unterscheidet zwischen einfachen und qualifizierten Nachfolgeklauseln. Bei einer einfachen Nachfolgeklausel wird die Gesellschaft mit dem Erben des Gesellschafters fortgesetzt. Bei einer qualifizierten Nachfolgeklausel ist der Eintritt des Erben von bestimmten Bedingungen abhängig gemacht.