Das Landgericht ist im Zivilprozess nach § 71 des Gerichtsverfassungsgesetzes (GVG) grundsätzlich das zuständige Gericht in der ersten Instanz – wenn nicht die Zuständigkeit der Amtsgerichte (§ 23 GVG) greift. Das Landgericht ist demnach in der Regel zuständig für alle Verfahren, deren Streitwert über 5.000 Euro liegt. Nach § 78 der Zivilprozessordnung (ZPO) besteht vor den Landgerichten Anwaltszwang, die Parteien müssen sich also durch einen Anwalt vertreten lassen.

Rechtsprechende Organe der Landgerichte sind die Kammern, die mit drei Berufsrichtern besetzt werden. Nach § 348 ZPO werden der absolute Großteil der Verfahren jedoch auf einen Einzelrichter übertragen. Nur bei besonders umfangreichen oder schwierigen Verfahren entscheidet die gesamte Kammer.