Eine Ladung ist im Zivilprozess die gerichtliche Aufforderung, vor diesem zu einem festgelegten Zeitraum zu erscheinen. Geladen werden die Parteien eines Rechtsstreits sowie Zeugen, Sachverständige und Rechtsanwälte. Die gesetzlichen Bestimmungen ergeben sich aus den §§ 214 ff. der Zivilprozessordnung (ZPO). Die Frist zwischen Ladung und Terminstag beträgt in Anwaltsprozessen mindestens eine Woche, ansonsten drei Tage.

Die Zustellung erfolgt von Amts wegen, wird durch die Geschäftsstellen der Gerichte betrieben und erfolgt in aller Regel durch die Post per Zustellungsurkunde. Durch diese kann das Gericht prüfen, ob eine ordnungsgemäße Ladung vorliegt. Erscheint ein Zeuge trotz ordnungsgemäßer Ladung nicht vor Gericht, kann gegen ihn ein Ordnungsgeld festgelegt oder die Vorführung durch den Gerichtsvollzieher angeordnet werden. Einem nicht erschienenen Beklagten droht ein Versäumnisurteil.