Der Begriff Kaduzierung bezeichnet den Zwangsausschluss von Anteilseignern einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung oder einer Aktiengesellschaft, wenn diese mit Zahlungen auf ihre Einlage in Verzug geraten sind oder diese ihre Nachschusspflicht verletzt haben. Die Folge ist der Verlust des Geschäftsanteils und bereits geleisteter Zahlungen. Die entsprechenden Regelungen finden sich in § 21 GmbHG und § 64 AktG.

In der Praxis ist der Vorgang der Kaduzierung bei einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung an die Einhaltung genau geregelter Voraussetzungen geknüpft. Erforderlich ist die verzögerte Einzahlung von Einlagen, die erneute Aufforderung zur Zahlung innerhalb eines Monats sowie die Androhung des Ausschlusses und die Nichtzahlung innerhalb der Nachfrist.