Die Interessenabwägung spielt im Arbeitsrecht besonders bei Kündigungen eine große Rolle. Im Sinne einer angestrebten Einzelfallgerechtigkeit sollen die für den Sachverhalt entscheidenden Faktoren gegenübergestellt und dadurch ermittelt werden, ob die Interessen des Arbeitgebers an einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses die Interessen des Arbeitnehmers an einer Weiterbeschäftigung überwiegen oder umgekehrt.

Bei einer außerordentlichen Kündigung ist stets eine Interessenabwägung vorzunehmen, aber auch bei einer ordentlichen Kündigung kann diese bedeutsam sein. Denn wenn das Kündigungsschutzgesetz Anwendung findet, bedarf es auch bei einer verhaltens-, personen- oder betriebsbedingter Kündigung im Sinne der sozialen Rechtfertigung einer umfassenden Interessenabwägung. Faktoren in diesem Zusammenhang können die Betriebszugehörigkeit, alternative Beschäftigungsmöglichkeiten, Unterhaltsverpflichtungen des Arbeitnehmers oder bei einer außerordentlichen Kündigung die Intensität und Schwere des Pflichtverstoßes sein.

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