Jede Ausdrucksform der Gewalt, die zwischen Personen einer häuslichen Gemeinschaft ausgeübt wird, wird als häusliche Gewalt bezeichnet. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Gewalt auf einer körperlichen Ebene, verbal, psychisch, sexuell oder wirtschaftlich ausgeübt wird. In der Praxis sind dabei vor allem Beziehungstaten und familiäre Konflikte – also auch Gewalt gegenüber Kindern – relevant. Diese finden regelmäßig außerhalb der Öffentlichkeit in einem privaten Raum wie einer Wohnung oder einem Haus statt.

Unter einem strafrechtlichen Winkel sind vor allem die Delikte der Beleidigung (§ 185 StGB), der Nötigung (§240 StGB), der Bedrohung (§ 241 StGB) der Freiheitsberaubung (§ 239 StGB) und der Körperverletzung (§§ 223 ff. StGB) relevant. Zusätzlich kann gegen den Täter ein Wohnungs- oder Platzverweis ausgesprochen werden. In Extremfällen ist sogar eine einstweilige Anordnung möglich.