Ein Kaufvertag, mit dem der Erwerb eines Grundstücks oder eines damit zusammenhängenden Rechts bewerkstelligt werden soll, ist nach der deutschen Rechtsordnung an spezielle Voraussetzungen geknüpft. Diese Bedingungen dienen vor allem dem Schutz des Käufers und stellen eine Ausnahme vom Grundsatz der Vertragsfreiheit dar. Ausdruck findet dies in zahlreichen Formvorschriften sowie der zwingenden Beteiligung eines Notars. Die Mitwirkung eines Notars als neutrale Instanz soll die Parteien eines Grundstückkaufvertrags gleichzeitig warnen und beraten sowie als zusätzlicher Beweis dienen.

Die Anforderungen, die an einen Grundstückskaufvertrag gestellt werden, stehen nicht zur Disposition der Parteien – sie sind zwingendes Recht. Erfüllen sie diese Voraussetzungen nicht, ist der Vertrag wegen Formmangels nach § 125 BGB nichtig. Eine Heilung ist nur in sehr engen Grenzen möglich.