Als Grundschuld wird ein in den §§ 1191 ff. BGB geregeltes Grundpfandrecht bezeichnet, also ein in das Grundbuch einzutragendes Pfandrecht zur Immobilienabsicherung an einem Grundstück oder einem grundstücksgleichen Recht. Fast immer wird mit einer Grundschuld eine Forderung, in der Regel eine Darlehensforderung, abgesichert. Dem Gläubiger einer Grundschuld steht bei Nichterfüllung der Forderung das Recht auf Zwangsvollstreckung in das Grundstück zu, sodass er sich aus dem Erlös der Verwertung befriedigen kann.

Von besonderer Wichtigkeit ist der Unterschied zwischen Grundschuld und Hypothek. Bei letzter sind Hypothek und Forderung akzessorisch, die Forderung kann also nicht ohne die Hypothek und die Hypothek nicht ohne die Forderung bestehen. Die Grundschuld ist jedoch unabhängig von der gesicherten Forderung. Vereinfacht gesagt: Die Grundschuld braucht keinen Schuldgrund. Deshalb sind nach § 1192 BGB auf die Grundschuld nur die Vorschriften der Hypothek anwendbar, die keine Akzessorietät voraussetzen. Aufgrund dieser Flexibilität hat die Grundschuld die Hypothek weitestgehend abgelöst.