Als ein bei den Amtsgerichten öffentliches Register gibt das Grundbuch Auskunft über die Eigentumsverhältnisse sowie die dazugehörigen Belastungen an einem Grundstück oder einem grundstücksgleichen Recht. Neben Gerichten, Behörden und Notaren sowie anderen besonders ermächtigten Personen hat jedermann mit einem nachgewiesenen berechtigten Interesse (etwa Käufer) ein Einsichtsrecht.

Tatsächlich enthält ein Grundbuch zunächst ein Bestandsverzeichnis sowie drei folgende Abteilungen. Das Bestandsverzeichnis gibt Auskunft über die Größe und Lage des Grundstücks sowie über die grundstücksgleichen Rechte. Die jeweiligen Eigentümer sind in der ersten Abteilung eingetragen. In der zweiten Abteilung werden Verfügungsbeschränkungen, Grunddienstbarkeiten sowie beschränkte persönliche Dienstbarkeiten und Auflassungsvormerkungen eingetragen. Rentenschulden, Hypotheken und Grundschulden stehen in der dritten Abteilung.