Für ihr Tätigwerden erheben die Gerichte Kosten – konkret sind das die gerichtlichen Gebühren und Auslagen (etwa für Zustellungen, Vergütungen für Sachverständige oder die Entschädigung von Zeugen). Die Höhe der Gerichtskosten ergibt sich in der Regel aus dem Gerichtskostengesetz (GKG) sowie den dazugehörigen Anlagen, für Nebengebiete wie das Familienrecht existieren verschiedene Sondergesetze. Grundsätzlich orientiert sich die Höhe der Gerichtsgebühren dabei an dem Streitwert des jeweiligen Verfahrens. Nach § 12 des GKG wird das Gericht erst nach Zahlung des Gerichtskostenvorschusses durch den Kläger tätig, stellt die Klage also erst danach an den Beklagten zu.

Die Gerichtsgebühren können sich reduzieren, wenn das Gericht keine eigenständige Entscheidung treffen muss. Praxisrelevante Beispiele sind etwa die Klagerücknahme, ein Vergleich oder ein Anerkenntnisurteil.