Als gemeinnützige Gesellschaften gelten im deutschen Rechtsraum vor allem die gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung und die gemeinnützige Unternehmergesellschaft. Im Unterschied zu einer klassischen GmbH werden bei einer gGmbH die Erträge für gemeinnützige Zwecke erwirtschaftet. Dies hat vor allem steuerrechtliche Vorteile, da die gGmbH von der Gewerbe- und der Körperschaftssteuer befreit ist. Um dieses Privileg für sich beanspruchen zu können, muss die gGmbH im Hinblick auf ihre Satzung und tatsächliche Arbeitsweise den Anforderungen des Gemeinnützigkeitsrechts entsprechen.

Die gemeinnützige Unternehmensgesellschaft kann vereinfacht gesagt als „kleine Schwester“ der gGmbH bezeichnet werden. Während das Stammkapital bei einer gGmbH 25.000 Euro betragen muss, reicht für eine gUG bereits 1 Euro Stammkapital. 25 Prozent des Jahresgewinns müssen dann jedoch zur Erhöhung des Stammkapitals verwendet werden, bis 25.000 Euro erreicht sind.