Unabhängig von den tatsächlichen Voraussetzungen der Kaufmanns-Eigenschaft im Sinne des Handelsgesetzbuchs begründen einige Rechtsformen diese Eigenschaft automatisch. Bei Kapitalgesellschaften und Genossenschaften wird also unterstellt, dass sie ein Handelsgewerbe betreiben, egal ob sie es tatsächlich tun. Sie werden Kaufmann kraft Rechtsform – der sogenannte Formkaufmann. Ab der Eintragung ins Handelsregister besteht für diese Rechtsformen somit auch die Eigenschaft als Kaufmann.

In der Praxis relevante Beispiele sind vor allem die Aktiengesellschaft (§ 3 AktG), die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (§ 13 GmbHG) und die Kommanditgesellschaft auf Aktien (§ 278 AktG). Auch OHG und KG sind Formkaufleute bei Eintragung im Handelsregister – unabhängig von ihrer gewerblichen Tätigkeit.