Ein Vertrag, der zwischen einem Unternehmer und einem Verbraucher ohne unmittelbaren Kontakt zwischen den Vertragsparteien unter ausschließlicher Verwendung von Fernkommunikationsmitteln – also in der Praxis vor allem Telefon und Internet – geschlossen wird und die Lieferung von Waren oder die Erbringung von Dienstleistungen zum Gegenstand hat, wird in Deutschland als Fernabsatzvertrag bezeichnet. Eine Ausnahme gilt dann, wenn der Vertragsschluss nicht im Rahmen eines für den Fernabsatz organisierten Vertriebs- oder Dienstleistungssystems erfolgt.

Grundsätzlich steht Verbrauchern bei Fernabsatzverträgen ein Widerrufsrecht zu – dies gilt jedoch nicht bei Versteigerungen. Der Bundesgerichtshof hat insoweit allerdings entschieden, dass dieser Ausschluss bei Online-Auktionen keine Anwendung findet, da der Vertragsschluss hier nicht durch einen Zuschlag zustande kommt.