Ein Fahrverbot ist in strafrechtlicher Hinsicht eine sogenannte Nebenstrafe, die in § 44 StGB ihre Grundlage findet. Nebenstrafe bedeutet, dass das Fahrverbot neben einer Geld- oder Freiheitsstrafe (der Hauptstrafe) ausgesprochen wird. Inhaltlich hat ein Fahrverbot zur Folge, dass es dem Betroffenen für einen Zeitraum von einem bis zu sechs Monaten untersagt wird, Kraftfahrzeuge im Straßenverkehr zu führen.

Nach alter Rechtslage war ein Fahrverbot nur wegen Verkehrsstraftaten möglich – nun kann es grundsätzlich auch bei anderen Straftaten angeordnet werden. Möglich ist ein Fahrverbot von einem bis zu drei Monaten, ferner bei bestimmten Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr. Klassische Fälle sind hier die Geschwindigkeitsüberschreitung oder das Überfahren einer roten Ampel.