Als Fahruntüchtigkeit wird der Zustand eines Fahrzeugführers bezeichnet, in der dieser nicht mehr in der Lage ist, ein Fahrzeug mit der notwendigen Sicherheit zu kontrollieren. Die Gründe für die Fahruntüchtigkeit können dabei völlig unterschiedlicher Natur sein. Denkbar ist etwa der Konsum von Alkohol, Medikamenten oder Drogen, Behinderungen oder besondere emotionale Erregungen. Ist die Fahruntüchtigkeit Folge des Konsums von Alkohol oder anderen Rauschmitteln, macht sich der Fahrzeugführer nach § 316 StGB strafbar. Der Strafrahmen sieht hier eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr vor.

In der Praxis spielen Fälle von Alkoholmissbrauch am Steuer die größte Rolle. Die Rechtsprechung unterscheidet hier zwischen absoluter und relativer Fahruntüchtigkeit. Ab einem Promillewert von 1,1 wird die absolute Fahruntüchtigkeit unwiderleglich vermutet. Ab einem Promillewert von 0,3 und weiteren Ausfallerscheinungen kann relative Fahruntüchtigkeit vorliegen.