Fahrerflucht meint umgangssprachlich den Straftatbestand des unerlaubten Entfernens vom Unfallort nach § 142 StGB. Dies ist ein Vergehen und wird mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft. Ein Beteiligter eines Unfalls hat nach diesem am Unfallort bestimmte Auskunfts- und Wartepflichten zugunsten der anderen Beteiligten des Unfalls beziehungsweise des Geschädigten zu erfüllen. Dieser Tatbestand wird laut der polizeilichen Kriminalstatistik jährlich im sechsstelligen Bereich begangen.

Die Fahrerflucht ist systemfremd im Abschnitt gegen die Straftaten der öffentlichen Ordnung normiert. Denn tatsächlich schützt die Vorschrift vor allem die wirtschaftlichen Interessen der Unfallbeteiligten. Die Vorschrift steht seit vielen Jahren in der Kritik, wurde aber trotz vieler Bemühungen seit 1998 nicht reformiert.

 

Wer nach einem Unfall im Straßenverkehr den Tatort verlässt ohne die Feststellung seiner persönlichen Daten und aller weiter relevanten Informationen zu ermöglichen, begeht Fahrerflucht. Ein solches Verhalten stellt in strafrechtlicher Hinsicht ein unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, im Sinne des § 142 Strafgesetzbuch (StGB), mit einem Strafrahmen von Geldstrafe bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe dar. Als Unfallbeteiligter gilt dabei nach dem Gesetz jeder, der unter den gegebenen Umständen zur Verursachung des Unfalls beigetragen haben könnte.

Obwohl die Fahrerflucht im Strafrecht normiert ist, ist der Sinn und Zweck der Vorschrift vor allem zivilrechtlicher Natur. Denn durch § 142 StGB sollen die Ausgleichsansprüche eines durch einen Unfall Geschädigten gegen den Verursacher sichergestellt werden.