Hinter dem Begriff Erbbaurecht steht ein vererbliches Recht (das regelmäßig auch veräußert werden kann), ein Bauwerk auf dem Grundstück eines anderen zu errichten. Eigentümer des Gebäudes ist also der Erbbauberechtigte, nicht der Eigentümer des Grundstücks (im Gegensatz zu den gesetzlichen Regelungen in den §§ 946, 93, 94. Dieses dingliche Recht gibt dem Berechtigten also die Erlaubnis, ein Bauwerk (in der Regel ein Gebäude) auf einem fremden Grundstück zu errichten.

In der Regel wird dieses Recht für einen Zeitraum von 99 Jahren aufgrund eines Erbbaurechtsvertrags bestellt und ist im Grundbuch einzutragen. Zusätzlich dazu wird ein eigenes Erbbaugrundbuch erstellt. Der Erbbauberechtigte entschädigt den Grundstückseigentümer durch Zahlung eines Erbbauzinses. Tatsächlich stellt dieser also eine Art Miete dar.