Ganz allgemein bezeichnen Einwendungen Verteidigungsmöglichkeiten eines Schuldners gegen einen grundsätzlich bestehenden Anspruch des Gläubigers. Man unterscheidet rechtsverhindernde (Unwirksamkeitsgründe wie die Sittenwidrigkeit), rechtsvernichtende (zum Bespiel die Erfüllung oder Aufrechnung) und rechtshemmende Einwendungen (etwa die Verjährung), die oft auch als Einreden bezeichnet werden. Auf rechtshemmende Einwendungen muss sich der Schuldner ausdrücklich berufen, rechtshindernde und rechtsvernichtende Einwendungen berücksichtigt das entsprechende Gericht aber von Amts wegen.

Die materiell-rechtlichen Einwendungen unterscheiden sich vom Begriff der prozessualen Einrede. Damit sind alle Normen und Tatsachenbehauptungen gemeint, die gegen den vom Kläger geltend gemachten Anspruch vorgebracht werden können. Dabei gibt es spezielle prozessrechtliche Einwendungen, etwa die Einrede der anderweitigen Rechtshängigkeit oder die Einrede der fehlenden Kostenerstattung nach Klagerücknahme und erneuter Klageerhebung.