Unter dem Sammelbegriff einstweiliger Rechtsschutz werden Möglichkeiten bezeichnet, Schutz im Hinblick auf bestimmte Rechte bereits vor einer Entscheidung im Klageverfahren zu erlangen. Im Zivilprozess stehen die Instrumente des Arrestes (§§ 916 ff. ZPO), der einstweiligen Verfügung (§§ 935 ff. ZPO sowie die einstweilige Anordnung (vor allem im Zwangsvollstreckungsrecht) zur Verfügung. Im Sinne eines effektiven Rechtsschutzes muss dies möglich sein, wenn ein Abwarten bis zu einer Entscheidung in der Hauptsache aufgrund damit verbundener Nachteile nicht zuzumuten ist.

Der einstweilige Rechtsschutz ist damit auf die Sicherung der entsprechenden Rechte ausgelegt, nicht auf eine endgültige Entscheidung, die weiterhin dem Hauptsacheverfahren vorbehalten ist. Nur in Ausnahmefällen (etwa in Unterhaltsstreitigkeiten) kann die Hauptsache bereits im einstweiligen Rechtsschutz vorweggenommen werden.