Eine einstweilige Verfügung ist im Zivilprozess eine Entscheidungsform zur Sicherung von subjektiven Rechten, die nicht auf die Sicherung von Geldansprüchen gerichtet sind. Die gesetzlichen Regelungen ergeben sich aus den §§ 935 ff. der Zivilprozessordnung (ZPO). Der Anspruchssteller muss einen Verfügungsanspruch und einen Verfügungsgrund (in der Regel die Eilbedürftigkeit) glaubhaft machen. Im Gegensatz zum Hauptsacheverfahren reicht also bereits die überwiegende Wahrscheinlichkeit des Bestehens des Anspruches, er muss gerade nicht bewiesen werden. Man unterscheidet zwischen einer Sicherungsverfügung (Sicherung des Status quo) und einer Regelungsverfügung (Erweiterung des Status quo) – in Ausnahmefällen ist zudem eine Leistungsverfügung möglich.

Wer den Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen sich fürchtet, kann bereits vorab eine Schutzschrift bei Gericht hinterlegen und somit vorbeugend aktiv werden. Zudem kann auch Widerspruch gegen eine einstweilige Verfügung erhoben werden.