Die Differenz von Vermögen und Schulden wird als Eigenkapital bezeichnet. Gemeint ist also der Kapitalanteil, der nicht durch Kredite oder sonstige Geldgeschäfte finanziert wurde. Anwendung findet der Begriff sowohl auf private Haushalte als auch auf Unternehmen, staatliche Einheiten und andere juristische Personen. Es ist also der Teil des Kapitals, der dem Eigentümer zusteht. Der Gegenbegriff ist das Fremdkapital. Zusammen bilden beide Größen das Gesamtkapital.

Personengesellschaften und Einzelfirmen führen ein variables Eigenkapitalkonto, dem Gewinne und Verluste unmittelbar zugewiesen werden. Kapitalgesellschaften besitzen dagegen ein fest vorgegebenes Kapitalkonto. In diesem Zusammenhang bestehen unterschiedliche Begrifflichkeiten. Während es bei der Aktiengesellschaft als Grundkapital bezeichnet wird, heißt es bei der GmbH Stammkapital. Während Einzelfirmen und Personengesellschaften ein variables Eigenkapitalkonto führen (Gewinn und Verlust werden direkt dem Eigenkapitalkonto zugewiesen), besitzen Kapitalgesellschaften ein nominell fest vorgegebenes (konstantes) Kapitalkonto, das bei der GmbH als Stammkapital und bei der Aktiengesellschaft als Grundkapital bezeichnet wird.