Ein Eid meint ganz allgemein die Unterstreichung einer Aussage oder einer Handlung durch eine bestimmte Geste oder die Bekräftigung vor einer autorisierten Stelle. Zur Stärkung einer Aussage können etwa Zeugen, Sachverständige oder Dolmetscher von einem Richter vor Gericht vereidigt werden. Personen unter 18 Jahren oder mit einer geistigen Behinderung sowie Zeugen, die sich selbst einer Verdächtigung ausgesetzt sehen, können nicht vereidigt werden. Die Regel ist jedoch die uneidliche Vernehmung, die möglich ist, wenn die Parteien auf die Vereidigung verzichten und der Richter diese nicht im Sinne der Wahrheitsfindung für notwendig erachtet.

Kann ein falscher Eid nachgewiesen werden, spricht man von einem Meineid. Dieser ist nach § 154 StGB strafbar und weist eine Mindeststrafe von einem Jahr Freiheitsstrafe auf.