Ein Darlehen (in der Praxis wird auch häufig der Begriff des Kredits verwendet) ist ein in den § 488 ff. BGB geregelter gegenseitiger Vertrag, durch den sich der Darlehensgeber verpflichtet, dem Darlehensnehmer einen bestimmten Geldbetrag zur Verfügung zu stellen. Der Darlehensnehmer verpflichtet sich dagegen dazu, den vereinbarten Zins zu zahlen sowie das Darlehen bei Fälligkeit zurückzuzahlen.

Die Begriffe Darlehen und Kredit werden weitestgehend synonym verwendet. Dabei meinen sie nicht exakt das Gleiche. Abgegrenzt wird dabei anhand der Kriterien Laufzeit und Summe. Unter dem Begriff Darlehen werden Geldanleihen bezeichnet, die sich durch eine lange Laufzeit und eine hohe Summe auszeichnen. Dementsprechend umfassen Kredite eher Geldanleihen mit einer kurzen Laufzeit sowie einer geringen Summe. Ein Darlehensvertrag kann zudem auch über die Überlassung einer Sache geschlossen werden (Sachdarlehen, § 607 BGB).