Ein Bußgeld ist der umgangssprachliche Begriff für eine Sanktion des Rechts der Ordnungswidrigkeiten. Vereinfacht gesagt sind Ordnungswidrigkeiten eine Vorstufe von Straftaten, die also in diesem Sinne weniger gravierende beziehungsweise weniger schwerwiegende Delikte darstellen. Der juristisch korrekte Begriff heißt Geldbuße und ergibt sich aus den §§ 65, 66 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten (OWiG).

In der Praxis spielt das Recht der Ordnungswidrigkeiten vor allem im Straßenverkehr eine überragende Rolle. Hier gilt ein bundesweiter für Behörden und Gerichte verbindlicher Bußgeldkatalog, der die Regelsätze für entsprechende Geldbußen enthält. Neben diesem ist auch die einschlägige Rechtsprechung für die Bemessung der Geldbußen von enormer Bedeutung.