Die Bruchteilsgemeinschaft ist in den §§ 741 ff. BGB geregelt. Darunter versteht man die Beteiligung mehrerer Personen an einem Gegenstand beziehungsweise die Berechtigung, über diesen unter Berücksichtigung der jeweiligen Inhaberverhältnisse zu verfügen. So hat jeder Beteiligter einen (nach Prozenten oder einer Quote) bestimmten ideellen Anteil an dem einzelnen Gegenstand, über den er selbst verfügen darf. Über den Gegenstand in seiner Gesamtheit können die Teilhaber aber lediglich gemeinsam verfügen.

In der Praxis werden besonders Immobilien regelmäßig gemeinsam durch mehrere Personen erworben. So können sich die Erwerber als Eigentümer mit einer bestimmten Quote (bei zwei Personen zum Beispiel 50 Prozent) in das Grundbuch eintragen lassen. Jeder Miteigentümer kann dann über seinen Anteil selbstständig verfügen – insoweit bedarf er nicht der Zustimmung der anderen Miteigentümer.