Die Beihilfe ist eine in § 27 StGB geregelte Form der Teilnahme. Danach wird bestraft, wer einem anderen bei dessen Tat Hilfe leistet. Die Tat des anderen (Haupttat) muss dabei vorsätzlich und rechtswidrig begangen werden, ebenso muss der Gehilfe vorsätzlich Hilfe leisten und die Haupttat wollen – erforderlich ist also ein doppelter Vorsatz. Unter Hilfeleisten versteht man jede Tätigkeit, die die Haupttat fördern könnte, selbst eine psychische Beilhilfe kann ausreichend sein.

Es gibt keinen eigenen Strafrahmen für die Beihilfe. Stattdessen ist der Strafrahmen der Haupttat maßgeblich. Jedoch ist eine obligatorische Strafmilderung im Sinne des § 49 StGB vorgesehen, so darf die Strafe drei Viertel des Höchstmaßes der Hauptstrafe nicht übersteigen. Zudem wird das Mindestmaß der Strafe gesenkt.