In einem Zivilprozess hat der Beklagte die Möglichkeit, den geltend gemachten Anspruch des Klägers während des Verfahrens anzuerkennen und so ein Anerkenntnisurteil über sich ergehen zu lassen. Normiert ist diese Möglichkeit in § 307 der Zivilprozessordnung (ZPO). Ein Anerkenntnis kann sowohl in der mündlichen Verhandlung als auch im schriftlichen Verfahren erfolgen. Durch eine Anerkenntnis wird der Prozess unmittelbar beendet, eine Prüfung der materiellen Rechtslage findet durch das Gericht nicht mehr statt. Lediglich die allgemeinen Prozessvoraussetzungen müssen vorliegen.

Im Falle eines Anerkenntnisurteils reduzieren sich die Gerichtskosten, die Kosten für die beteiligten Rechtsanwälte fallen jedoch in voller Höhe an. Wichtig in diesem Zusammenhang ist vor allem zudem noch der § 93 ZPO. Danach fallen die Prozesskosten dem Kläger zur Last, wenn der Beklagte keinen Grund zur Erhebung der Klage gegeben hat und den Anspruch sofort anerkennt.