Im Instanzenzug des Zivilprozessrechts ist das Amtsgericht das rangniedrigste Gericht. Es ist abweichend von der grundsätzlichen Zuständigkeit der Landgerichte nach den §§ 23, 71 des Gerichtsverfassungsgerichtsgesetzes zuständig für alle Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von 5.000,00 Euro. Darüber hinaus ergibt sich aus § 23 Nr. 2 a) GVG eine Zuständigkeit des Arbeitsgerichtes ohne Rücksicht auf den Streitwert für Ansprüche aus einem Mietverhältnis über Wohnraum. Die weiteren Zuständigkeiten des Amtsgerichtes haben in der Praxis keine nennenswerte Bedeutung. Die Amtsgerichte entscheiden durch einen Einzelrichter. Im Gegensatz zu einem Verfahren vor dem Landgericht besteht vor dem Amtsgericht kein Anwaltszwang.

Gegen Urteile der Amtsgerichte kann Berufung nach den §§ 511 ff. der Zivilprozessordnung (ZPO) eingelegt werden. Diese wird dann vor dem Landgericht verhandelt. Unter den Voraussetzungen der Sprungrevision im Sinne des § 566 ZPO kann zudem Revision zum Bundesgerichtshofs (BGH) eingelegt werden.